Sunce als Hüter des Meeres und Partner der Nautiker
Der Verein Sunce zählt zu den führenden zivilgesellschaftlichen Organisationen in Kroatien, die sich dem Schutz der Umwelt, der Natur und einer dauerhaft nachhaltigen Entwicklung widmen. Ihre Vision beschreibt Kroatien als ein Land mit bewahrten natürlichen Werten – einschließlich Meer und Küste – in dem die Entwicklung lokaler Gemeinschaften im Einklang mit den Prinzipien der Nachhaltigkeit und der Kreislaufwirtschaft erfolgt. In diesem Zusammenhang arbeitet Sunce seit vielen Jahren daran, einen ökologisch verantwortungsvollen nautischen Tourismus zu fördern, einschließlich der Vermietung von Yachten und Booten, Charterdienstleistungen und Kreuzfahrten, die auf die empfindlichen marinen Ökosysteme Rücksicht nehmen.
Strategische Ziele von Sunce im Bereich der Nautik
Der Strategische Plan des Vereins Sunce für den Zeitraum 2021–2026 hebt als eines der vier zentralen Ziele besonders den Schutz der Meeresökosysteme hervor. Dieses Ziel umfasst die Vergrößerung geschützter Meeresflächen, die Einrichtung streng geschützter Zonen sowie die Verringerung der negativen Auswirkungen menschlicher Aktivitäten auf Meer und Küste. Für den nautischen Sektor sind Maßnahmen wie die Erstellung von Managementdokumenten für Schutzgebiete, die Stärkung der Verwaltungs- und Ausbildungskapazitäten und die Schulung relevanter Akteure besonders wichtig. Das bedeutet konkret, dass Sunce daran arbeitet, Charterunternehmen, Charteragenturen und alle, die Boote, Yachten oder andere Wasserfahrzeuge vermieten, für die Bedeutung eines nachhaltigen Anker- und Nutzungsverhaltens im Meer zu sensibilisieren.

Die Umweltkampagne „Wo willst du ankern?“ und ihre Bedeutung für Charter-Nautiker
Eine der sichtbarsten und bekanntesten Initiativen von Sunce im nautischen Tourismus ist die Kampagne „Wo willst du ankern?“. Ziel dieser Aktion ist es, Nautiker, Chartergäste und Skipper darauf aufmerksam zu machen, dass sie nur an sicheren und ökologisch geeigneten Orten ankern sollten. Besonders hervorgehoben werden die Posidonia-Wiesen, äußerst empfindliche Seegrasgemeinschaften, deren Beschädigung durch falsches Ankern langfristige Folgen haben kann. Sunce weist darauf hin, dass das Ankern auf sandigem Untergrund vergleichsweise schonend ist, während das Ankern in Posidonia-Wiesen (oder das Schleifen des Ankers über den Meeresboden) diese dauerhaft zerstören kann. Solche ökologischen Schäden mindern die Biodiversität, beeinflussen das gesamte Ökosystem und gefährden das touristische Potenzial der Regionen, die auf ein sauberes Meer und unberührte Natur angewiesen sind.
Der ökologische Aspekt eines sicheren und verantwortungsvollen Ankerverhaltens ist besonders in der Adria von Bedeutung; weitere Informationen findest du im Artikel von Sunce unter folgendem Link: https://sunce-st.org/en/news/how-does-free-anchoring-affect-the-adriatic-sea/

Zusammenarbeit zwischen Sunce und Charterunternehmen – auf dem Weg zu einem nachhaltigen Tourismusmodell
Der Verein Sunce arbeitet aktiv mit Charterunternehmen und Agenturen zusammen, die Boote, Yachten und andere Wasserfahrzeuge vermieten. Viele dieser Firmen möchten sich für den Meeresschutz engagieren: Sie stellen Boote für Säuberungsaktionen zur Verfügung, helfen bei der Verteilung von Informationsmaterial über Posidonia und beteiligen sich an Schulungen für Skipper und Gäste. Diese Zusammenarbeit basiert auf einem gemeinsamen Interesse: Der nautische Tourismus hat einen großen wirtschaftlichen Wert für Kroatien, aber zu hoher Druck durch unkontrolliertes Ankern und ungeeignetes Verhalten der Nautiker kann das Meer langfristig schädigen. Sunce empfiehlt daher, dass Charterunternehmen in ihre Unternehmensrichtlinien Folgendes aufnehmen: Bildungsprogramme für nachhaltiges Ankern, Informationsmaterialien für Gäste, Förderung ökologischer Ankerplätze sowie Monitoring des ökologischen Fußabdrucks ihrer Flotten. Ziel ist es, die Bootsvermietung mit Umweltprinzipien zu verbinden – sodass die Geschäftstätigkeit der Charterunternehmen nicht nur profitabel, sondern auch verantwortungsbewusst ist. Durch gemeinsame Kampagnen, den Austausch mit lokalen Gemeinschaften, Marinas und staatlichen Institutionen arbeitet Sunce daran, den Druck auf die Adria zu verringern und gleichzeitig jene Meeresressourcen zu schützen, die das Fundament der touristischen und nautischen Wirtschaft bilden.
Praktische Maßnahmen: Projekte, Bildung und direkte Interventionen
Sunce realisiert eine Vielzahl an Projekten und Kampagnen, die den nautischen Sektor und die Freizeitaktivitäten auf dem Meer direkt beeinflussen. Im Rahmen des Projekts BIOPRESSADRIA (Interreg) werden Strategien entwickelt, um die negativen Auswirkungen des Tourismus in der Adria zu verringern, darunter auch die Installation ökologischer Ankersysteme. Im Projekt SASPAS, das Sunce gemeinsam mit italienischen Partnern durchführt, wurden zahlreiche ökologische Ankerplätze eingerichtet, und die Kampagne „Become a Posidonia Keeper“ motiviert Nautiker dazu, einen nachhaltigeren Umgang mit dem Meer zu pflegen. Auch das Projekt ASPEH zielt darauf ab, den Verlust der biologischen Vielfalt effektiv zu bekämpfen. Zudem ist Sunce Mitglied im internationalen Mediterranean Posidonia Network, das sich das Ziel gesetzt hat, „100 % der Posidonia-Wiesen im Mittelmeer zu erhalten“. Auf nationaler Ebene organisiert Sunce Veranstaltungen wie Konferenzen und nimmt an Fachmessen teil, um die Grundsätze des verantwortungsvollen Segelns, der Bootsmiete und nachhaltiger Kreuzfahrten zu verbreiten. Darüber hinaus ermöglicht das Grüne Telefon +385 (0) 72 123 456 sowohl Bürgern als auch Nautikern, Verschmutzungen, falsches Ankern oder andere schädliche Praktiken zu melden – ein wichtiger Schritt zur Stärkung des Gemeinschaftsbewusstseins und der Verantwortung.
Die größten Herausforderungen im Chartersektor für Yachten und Boote
Viele Charterunternehmen und nautische Agenturen arbeiten nach einem Geschäftsmodell, bei dem der Profit an erster Stelle steht – was oft im Widerspruch zu den Zielen von Sunce steht. In zahlreichen Fällen fehlen interne Nachhaltigkeitsrichtlinien: Skipper und Gäste wissen häufig zu wenig über die schädlichen Folgen des Ankern in Posidonia-Wiesen, über das Ablassen von Abwässern oder die korrekte Entsorgung von Plastik. Auch die Infrastruktur in manchen Marinas ist unzureichend – es fehlen Sammelstellen für Abwässer, Annahmestationen für Fäkalientanks und permanente Informationsangebote für ökologische Ankerplätze. Das Fehlen einheitlicher Standards und Leitlinien für nachhaltiges Wirtschaften im Charterbereich stellt weiterhin ein ernstes Hindernis für den langfristigen Schutz der Küstenökosysteme dar.

Wie Nautiker helfen können: verantwortungsbewusster Bootsurlaub und nachhaltiges Segeln
Sunce ruft Nautiker – sowohl Vermieter als auch Chartergäste – dazu auf, während ihres Aufenthalts ein umweltbewusstes Verhalten an den Tag zu legen. Hier einige der wichtigsten empfohlenen Maßnahmen:
- Auf sandigem Grund ankern oder, wenn möglich, ökologische Ankerplätze nutzen – statt freiem Ankern in empfindlichen Gebieten.
- Den Anker senkrecht heben, ohne ihn über den Meeresboden zu schleifen, besonders wenn sich das Boot nahe einer Posidonia-Wiese befindet.
- Die Abwassersysteme der Marinas nutzen, anstatt Abwässer ins Meer zu leiten, und die ökologischen Entsorgungsregeln der Häfen befolgen.
- Weniger Einwegplastik verwenden und den Müll an Bord trennen, unterstützt durch Informationsmaterialien, die Charterunternehmen bereitstellen können.
- Unverantwortliches Verhalten über das Grüne Telefon von Sunce oder die Hafenbehörden melden und sich aktiv an Kampagnen zum Schutz des Meeres beteiligen.
Für praktische Hinweise zum verantwortungsvollen Ankern und zum Schutz der Meeresumwelt empfiehlt sich der Informationsflyer von Sunce: https://sunce-st.org/wp-content/uploads/2025/04/SUNCE_letak_FINAL_za-web.pdf
Die Rolle des Staates und der lokalen Gemeinschaften im nachhaltigen Charterbetrieb
Sunce betont, dass staatliche Institutionen und lokale Gemeinschaften eine zentrale Rolle bei der Schaffung eines Rahmens spielen, der Nachhaltigkeit auf dem Meer fördert. Zu den Vorschlägen gehören der Aufbau eines Netzes ökologischer Ankerplätze, eine stärkere Kontrolle der Abwassereinleitungen und die gesetzliche Regulierung des freien Ankern. Wichtig ist zudem, dass die nautische Entwicklung in strategischen Dokumenten anhand eines ökologisch verträglichen Modells geplant wird: Da ein Großteil der Charterflotten aus internationalen Yacht- und Bootsvermietungen besteht, müssen die Bedürfnisse der Branche mit den Zielen des Meeresschutzes in Einklang gebracht werden. Eine enge Zusammenarbeit der Charterunternehmen mit Institutionen und Organisationen wie Sunce kann systemische Veränderungen bewirken – gemeinsame Gesetzesinitiativen, Förderung nachhaltiger Geschäftspraktiken und umfassende Bildungsprogramme für Touristen.
Die Bedeutung von Sunce für die Zukunft der Nautik und des Urlaubs am Meer in Kroatien
Der Verein Sunce fungiert letztlich als Brücke zwischen nautischem Tourismus und Naturschutz. Durch seine Arbeit ermutigt Sunce Charterunternehmen, Skipper und alle, die ihren Sommer auf einem Boot, einer Yacht oder einem Segelschiff verbringen, zu verantwortungsbewusstem Verhalten. Mit Projekten wie BIOPRESSADRIA und SASPAS, durch Bildung, Monitoring und aktives Engagement trägt Sunce dazu bei, dass Kroatien ein Land mit sauberer Küste, geschützten Posidonia-Wiesen und umweltbewussten Nautikern bleibt. Nachhaltigkeit im nautischen Tourismus ist keine Option – sie ist eine Notwendigkeit für die Zukunft der Adria und für alle Boote, die entlang ihrer Küsten reisen.
Handlungsaufruf: Wenn du Teil des nautischen Tourismus bist – als Skipper, Chartergast oder Bootseigentümer – schließe dich Sunce an, informiere dich, ankere verantwortungsvoll und werde Teil einer Gemeinschaft, die das Meer schützt und gleichzeitig das Segeln, den Bootsurlaub und das Küstenkreuzen in Kroatien genießt.
Grüße vom Verein Sunce!

Verein für Natur, Umwelt und nachhaltige Entwicklung Sunce
Obala hrvatskog narodnog preporoda 7
21000 Split, Kroatien
E-Mail: info@sunce-st.org
Tel: +385.21.360779
Fax: +385.21.317254
Grünes Telefon: +385.72.123456


