Eine Bareboat-Charter bedeutet, dass Sie nur das Boot – ob Yacht, Segelboot, Motorboot oder Katamaran – mieten, ohne Skipper oder Besatzung, die das Boot führen würden. Es handelt sich also um eine Vermietung, bei der Sie die volle Verantwortung für Navigation und Betrieb übernehmen. Das ist besonders attraktiv für erfahrene Segler und Menschen, die sich nach absoluter Freiheit auf dem Wasser sehnen. Gleichzeitig bedeutet es aber auch, dass Sie das Boot selbst steuern und während der gesamten Mietdauer die volle Verantwortung dafür tragen müssen.
Wichtig ist zu betonen, dass „bareboat“ keineswegs „nackt“ im Sinne von „nicht ausgerüstet“ bedeutet – im Gegenteil: Die Boote sind mit sämtlicher notwendiger Sicherheits- und Navigationsausrüstung ausgestattet, die man für mehrtägige Törns benötigt: GPS-Plotter, Seekarten, Rettungswesten, Beiboot (z. B. Dinghy), Gasküche, Kühlschrank, Ankeranlage, Festmacherleinen, Stromkabel für Landanschluss, Frischwassertanks, Bettwäsche und Basiswerkzeug. Kurz gesagt: Alles außer einer Besatzung ist vorhanden.
Eine Bareboat-Charter bietet Ruhe, Flexibilität und Selbstbestimmung, bringt aber auch gewisse Risiken mit sich. Der Charterer muss Erfahrung im Umgang mit Booten haben und sich seiner Verantwortung gegenüber Boot und Crew absolut bewusst sein. Ein erfahrener Skipper kennt sich mit Navigation, Manövrieren und Ankern bestens aus – fehlt eine solche Fachkraft, wird eine sorgfältige Vorbereitung umso wichtiger. Gute Törnplanung, Kenntnis der Wetterbedingungen und maritimer Kultur sind absolute Voraussetzungen.